Mustafa – Flüchtling aus dem Irak/Refugee from Iraq

Mustafa – Flüchtling aus dem Irak/Refugee from Iraq

(English version below)

Mustafa Imad (22) aus Bagdad – Irak

Mustafa hat in Bagdad an der Universität Computerengineering studiert. Leider konnte er das Studium nicht fertig machen. Er hat noch ein Jahr bis zum Abschluss.

Mustafa5Er hat Bagdad verlassen, da es für ihn kein sicherer Platz ist. Dort herrscht alle drei bis vier Jahre ein neuer Krieg. Es gibt im Irak verschiedene ethnische Gruppen und seine, er ist Ani, wird von den Heiligen Kriegern des Islam verfolgt. Er ist in Al Amber geboren, wo die Ani herkommen und seine Mutter lebt nach wie vor dort. Allerdings wurde der Ort zerstört von den Islamkämpfern und er hat momentan keinen Kontakt zu ihr. So etwas wie Telefonleitungen gibt es dort nicht mehr. Er vermisst sie sehr.

Auch seine Eltern hatten ihm angeraten das Land schnellst möglich zu verlassen. Er ist in der Türkei am 18.08.2014 angekommen.

Er ist mit einem Freund zusammen in die Türkei eingereist. Er hatte etwas Geld dabei, um zu überleben. Als sie in Istanbul angekommen sind, hat sein Freund allerdings sein ganzes Geld gestohlen. Nun ist Mustafa nach Eskisehir, wo wir uns getroffen haben. In Eskisehir hat er einen neuen Freund gefunden, der ihm einen Job gibt um Geld zum Leben zu verdienen – er will ihm helfen. Er muss arbeiten, da er kein Geld mehr hat und auch keinen Platz zum Wohnen. Es ist ein sehr harter Job als Chromlackierer. Da dieser Freund ihn mag – er ist ein sehr ehrlicher und hart arbeitender Mann – hat er ihm den Job gegeben und ihm auch eine Unterkunft verschafft für den Moment.

Mustafa war bei der UNHCR in Ankara um sich als Flüchtling offiziell zu registrieren und einen Bescheid zu bekommen, offiziell für eine Zeit in der Türkei bleiben zu können. Diese habe ihm gesagt, dass sie momentan sehr viel Anfrage haben und es somit bis zu zwei Jahre dauern kann, bis er eine Information bekommt. Der Herr wird ihn dann anrufen. Das Schreiben der UN, welches ich einsehen durfte sagt allerdings, dass er erst bis zum 12.2021 erst einen Bescheid bekommt. Das sind fast sieben Jahre des Wartens.

Dann ist allerdings noch nicht sicher was passiert und wie es weiter geht. Was passiert wenn die nach sieben Jahren sagen er kann nicht bleiben? Was soll er in der Zwischenzeit machen? Die UN gibt ihm weder eine Unterkunft, noch eine Arbeitserlaubnis und auch kein Geld. Wie soll er überleben sieben Jahre ohne Geld, Job und Unterkunft? Die Türkei ist nicht seine Heimat und er kann auch kaum türkisch. Somit kann er weder sein Studium fertig machen, noch sonst irgendwas. Er ist 22 Jahre alt.

MustafaMustafa will nur in Frieden Leben –  sich eine Zukunft aufbauen, sein Studium fertig machen und arbeiten. Er will nur so Leben wie wir – wie ich. Eine Zukunft und ein Leben in Frieden. Das ist alles.

Ich stehe weiter hin mit Mustafa in Kontakt. Er wird zwecks der aussichtslosen Situation versuchen den gefährlichen Weg nach Europa zu wagen. Ich werde den Bericht weiter ausbauen, wenn Du dich für den Newsletter anmeldest wirst du nicht verpassen wie es weiter geht.

Hier ein Artikel vom Spiegel zur selben Sachlage: Überfordertes UN Hilfswerk

Fin.


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ENGLISH VERSION:

Mustafa Imad (22) from Bagdad – Iraq

Mustafa was a student on the University in Bagdad, he studied Computer Engineering. But he couldn`t finish. He already has one year left.

Mustafa5He went away from Bagdad, because it is not really safe for him to stay there. All three or four years they have a war there. In Iraq they have several different groups of ethnics – his group is called Ani and they are hunted by the Jihad fighters. He is born in Al Amber, where his mother still life. But the place was destroyed by fights of the Jihad people and in the moment he has no contact to her. He really miss her.

His parents also told him, he should leave the country as fast as possible. So, he arrived to Turkey on 18.08.2014.

He traveled together with his friend from Iraq to Turkey. Mustafa had a little bit of money to survive. But as they arrived to Istanbul his friend has stolen all his money. Now he went to Eskisehir, the place I was meeting him. In Eskisehir he found a new friend and in the moment he can work for him, because this friend want to help him. He has to work, because he has not really a place to stay and also no money. He works as a painter with chrome, this is a really hard job. Because Mustafa is straight, serious guy and a really hard working man, his friend gave him this job and also for the money he is earning, a place to stay, currently.

In Ankara he went to the UNHCR for registering as a refugee and tried to get the advice that he can stay in Turkey for a while. The guy from the UN told him, he will call him within two years and give him an information how it will go on. It will need so much time, because they have so many refugees in the moment. But I could look on the UNHCR paper and it says that he will get an information just till 12.2021 – that’s nearly seven years of waiting!

Then it is not sure, what will happen, he will just receive an information if he can legally stay or not. What will happen after seven years when they say, he cannot stay? What should he do in the meantime? The UN don`t gave him a place to stay and also no allowance for work. How should he survive in this seven years without money and a place? He also cannot really speak Turkish and this is not his home. He cannot go on with studying and everything else. He is 22 years old.

MustafaMustafa just want to live in peace, build a up a peaceful future and finish his studying. He just want to live like we are living. Just a future and a life in peace. That`s all.

Because of the bad future plans he will try the very dangerous travel to Europe by smuggling. I wil stay in contact with him and will update the storry. If you dont want to miss it, subscribe the newsletter.

Fin.


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2 Kommentare zu “Mustafa – Flüchtling aus dem Irak/Refugee from Iraq

  1. Pingback: Turkey - Ankara to Eskisehir and my bad karma

  2. Pingback: Turkey - back to Istanbul and Ankara again and the Terrorist attacks

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