Der Plan!

    München bis Kapstadt ohne Flugzeug – Der Plan!

    Kapstadt darf ich als meine Geburtsstadt bezeichnen, da meine Eltern dort ein Jahr lebten. Im Alter von drei Monaten sind wir nach Deutschland zurückgekehrt. Seit jeher ist es mein größter Traum, endlich mein Geburtsland zu bereisen.
    Dies werde ich mir nun verwirklichen und ein bisschen Zeit nehmen, denn die Route von München nach Kapstadt auf dem Landweg ist recht interessant, wenn man sich mal mit den Ländern beschäftigt.

    Flugverbot:

    Mich interessiert die ganze Strecke und ich finde, wenn man Fliegt, wird man immer nach viel zu kurzer Zeit einfach in einer anderen Welt ausgespuckt. Deswegen bevorzuge ich es, die Veränderungen langsam zu erleben, von Land zu Land.
    Zusätzlich macht es die Reise zu was besonderem, denn viele Leute behaupten dies sei gar nicht möglich. Manche Regionen seien angeblich nicht zu bereisen, denn zu gefährlich auf Grund von politischen oder religiösen Auseinandersetzungen. Sollte es gar nicht anders geht, werde ich versuchen bestimmte Regionen eventuell mit dem Schiff per Anhalter zu umgehen, zur Not kann ich ja in Extremfällen immer noch auf ein Flugzeug ausweichen.

    Möglichkeit:

    Ich gehe davon aus, dass es durchaus möglich ist die ganze Strecke auf dem Landweg zurück zu legen (das was zumindest vor ISIS so). Durch meine bisherigen Erfahrungen in Krisenregionen wie Ex-Jugoslawien, Israel-Palästina und Ägypten in 2013, habe ich gesehen dass es sehr oft nur ganz kleine Regionen sind, einzelne Städte oder Landstriche, die problematisch sind. Solche Regionen sind aber auch oft durch Checkpoints abgeriegelt. Ein versehentliches Betreten einer Konflikt-Region ist somit eher unwahrscheinlich und man kann die Gebiete oft leicht umfahren.

    Routen:

    Es gibt zwei mögliche Routen: Über Spanien und Marokko auf der Westseite des Kontinents oder über die Türkei und Ägypten auf der Ostseite. Die Ostseite wäre meine Wunsch-Route, welche aber gerade durch die Konflikte im Irak und Israel etwas ins wanken gerät. Mal sehen wie sich die politische Lage entwickelt, vorerst bleibt mein Plan die Ost-Route.
    Ein paar angrenzende Länder kann ich ja auch noch mitnehmen, wenn ich schon mal in der Ecke unterwegs bin. Somit ist meine vorläufige geplante Route wie folgt (die aktuelle steht weiter unten):

    Übersicht (Stand Mai 2014):

    Ca. 10 Monate auf dem Landweg von München nach Kapstadt mit Start Ende Dezember 2014
    1. Etappe: MünchenTeheran (bis März 2015)
    2. Etappe: TeheranKairo (bis Mai 2015)
    3. Etappe: KairoTansania (bis Juli 2015)
    4. Etappe: TansaniaKapstadt (bis Okt. 2015)

    Übersicht (Stand Jan. 2015):

    Ca. acht bis zehn Monate auf dem Landweg von München nach Kapstadt mit 01.03.2015

    Da die Vorbereitung und Verabschiedung alleine zu bewerkstelligen doch nicht gerade reibungslos an mir vorüber ging (die letzten zwei Monate von 2014 waren extrem), habe ich mich dazu entschieden erst mal zu entspannen und ein bisschen mehr Erfahrung als Skipper zu sammeln bevor es auf die große Reise geht. Somit hat sich der Start um zwei Monate verschoben, is ja eh sau Kalt in Europa. Hier meine grobe geplante Route:

    01.03. Start von München

    15.03. Istanbul – Türkei

    25.03. Teheran – Iran

    10.04. Isfahan – Iran

    30.04. Mersin – Türkei

    01.05. Zypern

    15.05. Beirut – Libanon

    01.06. Israel

    05.06. Kairo – Ägypten

    20.06. Khartoum – Sudan

    15.07. Nairobi – Kenya

    30.07. Dar Es Salaam – Tansania

    08.08. Zomba – Malawi

    25.08. Beira – Mozambique

    07.09. Maputo – Mozambique

    30.09. Cape Town – Südarfrika

    Das Ganze etwas detaillierter:

    Anfang Merz geht’s los in München mit folgender Route:

    Ungarn, vorerst mal per Anhalter. Weiter durch das Hinterland, ebenso wie in Rumänien und Bulgarien bis nach Istanbul. In der Türkei will ich mir etwas Zeit nehmen und hinter Istanbul den Norden des Landes auskunden, bis ich an der Grenze zum Iran ankomme.

    Hier soll es erst nach Teheran, dann weiter nach Isfahan und eventuell bis an die Küste runter gehen. Danach zurück Richtung Türkei und an der Südgrenze zu Kurdistan(Irak) und Syrien entlang bis nach Mersin, von wo aus ich die Fähre nach Zypern nehmen will. Hier treffe ich mich mit meiner Mutter und eventuell noch mit Freunden bevor es dann aufgrund einer Einladung weiter in den Libanon gehen soll.

    Nach Möglichkeit werde ich von der Türkei und aus dem Libanon auch aus Flüchtlingslagern Berichten. Eine Einladung in den Süden von Syrien steht auch zusätzlich. Es wäre unglaublich, wenn ich die Möglichkeit erhalten würde von dort zu Berichten.

    Vom Libanon versuche ich über Israel und Jordanien bis nach Kairo zu kommen. Wenn die Einreise nach Israel zu stressig ist, werde ich mir eventuell ein Schiff vom Libanon mit der Richtung Ägypten suchen, denn in Israel war ich ja schon mal.

    Von Ägypten wird es den Nil entlang gehen, in den Sudan und dann je nach Lage der Situation durch den Süd-Sudan ins Äthiopische Hochland.

    Bis Ende Juli ist das nächste Etappenziel nach der Durchreise von Kenia dann Tansania, der Kilimandscharo.
    Dort ist dann auch Sansibar vorgelagert, was ich unbedingt besuchen will. Weiter geht’s durch Mosambik und Süd Afrika bis nach Kap Stadt. Für die letzte Teilstrecke nehme ich mir nochmal zwei Monate Zeit, dass ich pünktlich zum Frühling im Oktober in Kapstadt ankomme. Wenn es aber etwas später wird, da es mir irgendwo speziell gut gefällt oder was dazwischen kommt, ist es euch nicht so schlimm. Ich will da schon eher flexibel bleiben, will aber bis Ende November eigentlich schon ankommen.

    Hier werde ich mal für ein paar Monate den Anker werfen, bevor es je nach finanzieller Lage weiter geht, eventuell mit dem Boot über den Atlantik und erst mal durch Mittel und Süd Amerika, aber das ist noch zu weit in der Zukunft.

    Bis jetzt hätte ich schon mal die Möglichkeit ab Oktober als Skipper zu arbeiten und würde dann auch, trotz geplanter neue Homebase in Südafrika wieder zeitweise nach Europa kommen. Aber darüber zu sprechen ist zu früh, bis dahin fließt noch viel Wasser die Isar runter und wird sich mit Sicherheit noch einiges ändern.

    Ja, soweit der Plan.


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    Die Vorbereitung!

    4 Kommentare zu “Der Plan!

    1. tolles vorhaben, erinnert mich an meine overlandroute nach indien 1975 😉 ich bleib dran, weiterhin gutes planen!
      gruß
      wolfgang

    2. Danke Wolfgang. Ja ist eine ähnliche Route (zumindest am Anfang) wie der alten Europa – Iran Hippie Trail. Da würde ich gerne mal ein Bier mit Dir trinken und mir Informationen aus erster Hand holen.

    3. Wow, klingt nach einem Abenteuer der besonderen Art! Wünsche Dir alles Gute und ich werde deine Reise mit Spannung mitverfolgen…

      LG Markus

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