Flüchtlinge auf den Kanaren/Refugees on the Canaries

Flüchtlinge auf den Kanaren/Refugees on the Canaries

(English version below)

Interview mit Juan Moreno (Pressesprecher von CEAR):

CEAR wurde 1979 in Spanien gegründet und 2001 auf Gran Kanaria eröffnet.

Juan Moreno 2Hintergrund der Organisation ist die Hilfe von Südamerika gegenüber den spanischen Flüchtlingen, welche vor der Diktatur Francos geflohen sind. Vor allem Chile hat hier sehr viel Hilfe geleistet. Das Boot Winnipeg von Pablo Neruda wurde benutzt um Flüchtlinge von Spanien abzuholen und ihnen zur Flucht zu verhelfen. Sie haben auch geholfen die Familien wieder zusammen zu führen. Und CEAR will in der umgekehrten Richtung nun vor allem Mexiko helfen.

Es gab am Ende der Diktatur Franco`s kein Asylrecht in Spanien und die Organisation hat half die ersten Gesetze dafür zu verabschieden. Dies hat sich aber zu dieser Zeit sehr schwierig gestaltet. Begonnen wurde mit rein theoretischen Sachen – später konnte CEAR auch praktische soziale Hilfe anbieten. Zusätzlich wird auch für Einwohner Integrationshilfe angeboten. Prävention gegen Rassismus und die Hilfe, Menschenrechte zu etablieren, gehören mit unter zu den Aufgaben der Organisation. Heute hilft CEAR auch international die Hilfsorganisationen zu verbinden und zu koordinieren, vor allem diese vier: ECRE (Exil Homes); MIGRE EUROPE; WSFM (World Sozial Found) and Foro Social Mundial de los integrantes.

CEAR Mission:

CEAR will auf verschiedenen Ebenen helfen – von der Ankunft (psychologische Unterstützung – Hilfe bei Menschenrechtsverletzungen), bis zu erfolgreichen Integration. Des weiteren will CEAR einen Platz für die Menschen schaffen, bis diese alle rechtlichen Angelegenheiten geklärt haben und ein unabhängiges Überleben möglich ist. CEAR hilft bei Asylrechtsangelegenheiten und will politische, wie soziale Barrieren brechen. Des weiteren wollen sie die Gesetze verbessern bzw. erweitern.

CEAR ist eine, seit 1979 unabhängig tätige, soziale Organisation,welche zum Ziel hat die internationale Integration für Flüchtlinge zu verteidigen und hilft in internationalen Angelegenheiten, also auch in den Heimatländern der Flüchtlinge.

Vision:

CEAR will ein Vermittler bzw. Agent für soziale Belange sein, um die Verhältnisse der Flüchtlinge im Einzelnen zu verbessern

Juan MorenoCEAR ist eine Referenz für Menschenrechte und zeigt bzw. teilt verschiedene Kulturen mit all deren Facetten. CEAR ist ein Impuls für eine globale Bewegung, um die Welt zu einem besseren Platz zu machen und dringend benötigte Menschenrechte einzuführen und auszubauen.

Die momentane Hauptaufgaben von CEAR sind, der gerichtliche Beistand, Erledigung von persönlichem Schriftverkehr und Erstellung bzw. Beschaffung der notwendigen Dokumente, finden einer Unterkunft und Unterstützung bei der Suche nach einem Arbeitsplatz so wie die Bereitstellung von Informationen über die Arbeitsbedingungen und Möglichkeiten, bis zur Hilfe für Familie und politische Angelegenheiten ein deren Heimatländern. Des weiteren kümmert sich CEAR um die internationale Orientierung und internationale Hilfe zur Absicherung.

CEAR ist die einzige Hilfsorganisation auf den Kanaren. Sie kämpfen gegen die Repressionen und wollen die Blockade Europas stoppen. Die Kanaren sind eine alternative Route zum Mittelmeer für die Flüchtlinge, allerdings sind in den letzten 15 Jahren auf dem Weg über 20.000 Menschen gestorben. Es gibt Boote, welche die Überfahrten absichern sollen, aber meist die Guardia Civil schneller. Was dann passiert zeigt dieses Video, bei diesem „Unfall“ hat die Guardia Civil laut eigenen Angaben die Flüchtlinge übersehen. Das ganze geschah vor Lanzarote. In dem Video sieht man deutlich das auf dem GC Boot am Bug einer Ausschau hält. Sie haben das Boot absichtlich versenkt.

Video Lanzarote – El Pais

Diese Video Zeigt wie in Ceuta (Spanische Enklave in Nordmarokko) 15 Menschen von der GC erschossen wurden bei dem Versuch über die Grenze zu schwimmen.

Video Ermordung von Flüchtlingen in Ceuta

Danke an Juan für das Videomaterial – Vorsicht: nichts für schwache Nerven!

Vor zwei Wochen sind erneut Flüchtlinge am Strand von Maspalomas angekommen. Sie wurden zusammen mit angeschwemmten Müll von Reinigungstrupps und Polizei eingesammelt und auf einen LKW verladen und in das Flüchtlingscamp (Center of Imigrantes International) gebracht. (Video Maspalomas Flüchtlinge)

Leider ist dieses Camp abgeriegelt und nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Auch der Kirche und Hilfsorganisationen wird kein Zutritt gewährt. Kein Mensch weiß genau, was in diesen Camp hinter den Mauern passiert. Bis 2010 sind ca. 32.000 Flüchtlinge auf den Kanaren angekommen und ca. 80 davon sind fest in Las Palmas geblieben. Der Rest verschwindet in den Flüchtlingscamps. Davon gab zwei auf Teneriffa, eines auf Gran Kanaria, eines auf Lanzarote und eines auf Fuerte Ventura. Bis auf das, auf Gran Kanaria sind heute alle aufgelöst bzw. geschlossen. Der Grund dafür ist, dass es seit FRONTEX kaum noch Flüchtlinge bis auf die Kanaren schaffen.

Finanziert wird das ganze aus europäischen Finanzmitteln. Europa stellt die Gelder für die absichtliche Tötung von Flüchtlingen an deren Außengrenzen, vor den Kanaren, Ceuta und auch an vielen anderen Orten.

Erfolgsgeschichte:

Ein Junge aus Sierra Leone kam mit 14 Jahre alleine auf Gran Kanaria an. CEAR hat erfolgreich geholfen seine ganze Familie aus Sierra Leone heraus zu holen. Heute hat er ein eigenes kleines Geschäft in Las Palmas.

Viele Flüchtlinge gehen nach der Einbürgerung weiter nach Madrid und dort verlieren sich dann die Spuren. CEAR geht davon aus, wenn sie von den Menschen nichts mehr hören – keinen Hilferuf und keine Anfragen auf weitere Unterstützung, dass dort alles gut ging. Ich bin mir da nicht so sicher.

Auch die NATO hat einen großen Stützpunkt auf den Kanaren und sehr gute Strukturen. Von dort aus wird Mali überwacht. Aber auch die Boko Haram, die IS und die Entwicklungen in der Sahara, Libyen, Niger so wie dem Kongo. Die EU und die NATO wollen von hier aus die Kontrolle über die Küsten von Afrika erreichen und diese Überwachen und sichern.

Juan Moreno:

Juan Moreno 3CEAR hatte keinen Pressesprecher in der Anfangsphase. Da Juan ein Journalismusstudium mit politischem Schwerpunkt hat und anfangs in der alternativen Presse arbeitete, war das der Grund weshalb er von CEAR angestellt wurde und nun seit 16 Jahren als Pressesprecher dort tätig ist. Seine persönliche Motivation war schon immer der Kampf gegen Stereotypen wie Rassismus, Homophobie und Sexismus.

Vielen Dank an Juan Moreno, der sich die Zeit genommen hat und ganz Interessiert an meinem Projekt war und an Mathis Fakhri, der mir geholfen hat bei dem Interview vom Spanischen in das Englische zu Übersetzen.

Fin.


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ENGLISH VERSION:

Interview with Juan Moreno (Media Speaker of CEAR)

CEAR was founded 1979 in Spain and 2001 on Gran Canaria.

Juan Moreno 2Background of the organization is the help from South America for the Spanish refugees they wanted to escape from Francos dictatorship. Mostly Chile was very helpful in this time. The Boat Winnipeg from Pablo Neruda was used the take the Spanish refugees and help them to escape. They helped also to connect the families again after it. CEAR want to help in the other direction now, mostly Mexico.

On the end of Francos dictatorship, there was no asylum right in Spain and the organization helped to establish the first laws for it on the way. This was very hard and complicate at that time. They began with just theoretical stuff, like implement the important laws – later could CEAR also offer practical social help. They also help residents with integration. Preventing before racism and helping in human rights are the also one of the doings of CEAR. Also they coordinate and organize the connection between other NGO`s, mostly this four: ECRE (Exil Homes); MIGRE EUROPE; WSFM (World Sozial Found) and Foro Social Mundial de los integrantes.

CEAR Mission:

CEAR is a social organization and is independent established since 1979 to defense and integral developments for refugees and help them in international conclusions. CEAR helps on different steps and belongings – from the arrival of the refugees (psychological support – help in human rights and political problems), till the successful integration and autonomic being. They help also to find a place to stay for the refugees, till they have done all the official documents for the integration. CEAR is helping in asylum rights and try to break politic and social barriers and want to change the laws.

Vision:

CEAR is an agent for social belongings, to improve the situation of each single refugee.

CEAR is a reference for human rights and shows/shares different cultures with all their facings. CEAR is an impulse for a global movement to make the world to better place and to establish urgent needed human rights and try to enlarge them.

Juan MorenoThe current main tasks from CEAR are: the justice assistance, doings for the personal documents or the organization from them, to find a social place, integration and orientation, international protection, help with information about working places and to get them, help for the families and the political issues in the home countries from the refugees. They make a service on all important needs of the people.

CEAR is the only helping organization on the Canaries. They fight against the repressions and blockades from Europe. The Canaries are the alternative route to the Mediterranean Sea for the refugees. But in the last 15 years, there died more than 20.000 people on this way. There are boats for helping them and save this way, but mostly the Guardia Civil is much faster. What happen when they GC is faster, shows this video. The GC says is was just a bad accident, they couldn’t see the boat. Can you see the one person who is on the front of the boat for watching them out? This happend bevor Lanzarote. They crashed this boat by purpose.

Video Lanzarote – El Pais

This video shows how the GC is killing 15 people they tried to swim to the Spanish enclave Ceuta in north Morocco.

Video of killing from Refugees in Ceuta

Thanks to Juan for this video Material. Take care, the videos are nothing for weak nerves.

In January, there arrived again a group of refugees in Maspalomas. They got collected together with the garbage from the cleaning workers and the police and brought them to a Truck that drove them in the Refugee Camp (Center of Imigrantes International).

(Video Maspalomas Refugees)

Unfortunately this camp is closed for the public. No one can enter it, also not the churches and helping organizations. No one knows exactly what happens in there, behind the walls. Till 2010 arrived more than 32.000 refugees to the Canaries and about 80 could stay in Las Palmas. All others disappear in the Refugee Camps. They had two of this camps on Tenerife, one on Gran Canaria, one on Lanzarote and also one on Fuerte Ventura. All are closed now, without the one on Gran Canaria, that’s still working. The reason therefore is the program FRONTEX. Since this program exists, it is nearly impossible to reach the islands for the people.

This all is financed by the European governments. Europe gives the money for the purposely killing of refugees on the outside borders of Europe, before the Canaries, Ceuta and lot more places.

Success Story:

One boy from Siera Leone came with 14 years alone to Gran Canaria. CEAR helped him and his complete family to come out of Siera Leone. Today he has an own shop in Las Palmas.

The information what happens with the Refugees after they go on to Madrid are mostly lost. CEAR hopes – if they don`t hear again from the people that everything goes well there. I am not so sure.

Also the NATO has a base on the Canaries and very good structures. From there they control Mali and also the Boko Haram, the IS and all what is happening in the Sahara, Libyan and Congo. The EU and the NATO want to control the coasts of Africa from there and save them against refugees.

Juan Moreno

Juan Moreno 3CEAR had no media speaker on the beginning and searched for someone. The reason why they took him, was because Juan has studied journalistic with a political focus and worked in an alternative press. Now he works since 16 years for them. His personal background and motivation, and was always, the fight against stereotypes like racism, homophobic and sexism.

Thanks a lot to Juan Moreno, who take the time for me and was really interested in my doing. And also to Mathis Fakhri who helped me to translate from Spanish into the English.

Fin.


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